China plant umfassende „Reinigung“ in tibetischen Klöstern
27.7.08 Laut einem Dekret aus der osttibetischen Präfektur Kandze steht Klöstern eine drastische Kampagne zur Auslöschung des Widerstandes bevor. Möglicherweise wird die Kampagne von Kandze, wo es die hartnäckigsten Protestaktionen seit März gab, später auf ganz Tibet ausgeweitet.
Laut Dekret werden alle Mönche, die ihre Einstellung und Verhalten nicht ändern, aus den Klöstern fortgewiesen oder verhaftet. Äbte und andere Personen in leitenden Positionen, die sich den „Umerziehungsmassnahmen“ verweigern, werden entlassen und durch Regierungsangestelle ersetzt. Interessanterweise werden allen anderen Klöstern, die solche Personen nach ihrer Wegweisung aufnehmen, ebenfalls schwere Sanktionen angedroht - auch dann, wenn diese bereits unter regierungstreuer Leitung stehen. Letzters könnte andeuten, dass die Regierung ihren eigenen in den Klöstern bereits eingesetzten Kadern nicht ganz über den Weg traut.
Drastische Massnahmen werden auch Klöstern angedroht, wenn eine grössere Zahl ihrer Mönche – das Dekret spricht von 10 bis 30 Prozent - entweder in Protestaktionen involviert war oder solches Verhalten nach „Umerziehung“ weiter zeigt. Solche Klöster müssen alle religiösen Aktivitäten einstellen, ihre Mönche und Nonnen werden speziell überwacht, und sie müssen sich einer Loyalitätsprüfung zur Wiederzulassung unterziehen. Wenn sie die Prüfung nicht bestehen, werden sie fortgewiesen und ihre Unterkünfte zerstört.
Quelle:The Telegraph